Current Language English
  • Neue Verbindungen im Fernverkehr ab 10. Dezember

    Die Deutsche Bahn informiert:

    Am kommenden Sonntag, 10. Dezember, ist Fahrplanwechsel. Mit dem neuen Fahrplan schafft die Deutsche Bahn (DB) so viele neue Verbindungen im Fernverkehr wie seit 20 Jahren nicht mehr. Durch den stetigen Zulauf neuer Züge kann die DB mehr und schnellere Verbindungen sowie deutlich mehr Sitzplätze zwischen den Metropolen anbieten. Auch die Regionen profitieren von zusätzlichen Verbindungen und neuen Zügen. Die Neuerungen für Berlin und Brandenburg im Überblick.

    Häufiger und schneller zwischen den Metropolen

    Auf den nachfragestarken Verbindungen Berlin–NRW und Berlin–München bietet die DB mit neuen ICE-Linien und längeren Zügen bis zu 25 Prozent mehr Sitzplätze an.

    Zwischen Berlin und München wächst die Zahl der Sprinter-Fahrten pro Richtung auf bis zu 14 – doppelt so viele wie bisher und tagsüber nahezu stündlich. Zusammen mit den stündlichen Zügen über Leipzig beziehungsweise Halle (Saale) fahren jede Stunde zwei Züge zwischen der Bundes- und der Landeshauptstadt. Drei neue besonders schnelle Sprinter bewältigen die Strecke täglich in 3 ¾ Stunden, indem sie zwischen Berlin und Nürnberg ohne Halt fahren. Wegen Bauarbeiten ist die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg vom 10. bis 16. Dezember komplett gesperrt. Deshalb greifen diese Verbesserungen erst ab dem 17. Dezember.

    Mit einem neuen Verkehrskonzept und längeren Zügen vergrößert die DB auch das Sitzplatzangebot zwischen Berlin und NRW. Mit einer neuen zweistündlichen ICE-Linie Berlin–Wuppertal–Köln entfällt alle zwei Stunden das Teilen und Kuppeln der Züge in Hamm (Westfalen). So verkürzt sich die Fahrtzeit zwischen Rhein und Spree um bis zu zehn Minuten, und die ICE über Dortmund und Düsseldorf können dann alle zwei Stunden mit doppelter Kapazität fahren. Durch die neue Linie und veränderte Fahrpläne bestehender Linien entsteht neu ein Halbstundentakt zwischen Hannover und Berlin.

    Die Fahrtzeit zwischen Berlin und Amsterdam verkürzt sich um rund 30 Minuten. Dies wird durch den Einsatz von Mehrsystemlokomotiven, durch die der zeitraubende Lokwechsel an der Grenze entfällt, und ein neues Haltekonzept auf dieser Linie erreicht. Neu ist dabei eine Frühverbindung, die künftig auch sonntags um 6.06 Uhr ab Berlin Hbf nach Amsterdam (12 Uhr) fährt.

    Die Verbindung Berlin–Stendal wird ab März 2024 weiterhin etwa zweistündlich und neu durch die ICE-Linie Berlin–Göttingen–Frankfurt (Main) Flughafen realisiert. Bis dahin wird baubedingt ersatzweise ein zweistündlicher Halt für Stendal in den Verbindungen Berlin–Hannover–Düsseldorf/Köln angeboten.

    Weitere ICE-Direktverbindung nach Regensburg und Wien

    Berlin erhält eine zweite umsteigefreie ICE-Verbindung nach/aus Wien via Nürnberg, Regensburg, Plattling, Passau und Linz. Die Abfahrt in Berlin Hbf ist um 14.04 Uhr, um 21.47 Uhr erreicht der Zug die österreichische Hauptstadt. In der Gegenrichtung fährt der ICE um 6.13 Uhr in Wien ab und erreicht Berlin Hbf um 13.53 Uhr. Wegen Bauarbeiten bei Bamberg mit Umleitung erfolgen die Fahrten bis 16. Dezember in Berlin zunächst zu anderen Zeiten.

    Mehr Intercity zwischen Berlin, Potsdam und Magdeburg

    Zwischen Berlin, Potsdam, Brandenburg und Magdeburg fährt künftig ein dritter Intercity pro Tag und Richtung mit Direktverbindung zum Beispiel von/nach Braunschweig, Hannover und Bremen. Ein IC zum Beispiel aus Bremen fährt um 11.05 Uhr ab Magdeburg und erreicht Potsdam um 12 Uhr, Berlin Hbf um 12.28 Uhr. In die Gegenrichtung geht es um 15.32 Uhr in Berlin Hbf los, um 16 Uhr ab Potsdam nach Magdeburg (16.57 Uhr) und weiter in Richtung Bremen. Diese IC ergänzen die beiden bestehenden IC-Zugpaare in Tagesmitte und sind mit rund 90 Minuten Fahrzeit circa 20 Minuten schneller zwischen Berlin und Magdeburg als der stündlich verkehrende Regional-Express.

    Die ICE aus/nach Berlin via Potsdam, Brandenburg und Magdeburg über Nacht von/nach Köln fahren künftig mit deutlich mehr Sitzplätzen (rund 920) und umsteigefrei weiter via Frankfurt (Main) Flughafen bis Basel.

    Häufiger schnell Frankfurt (Main)–Erfurt–Halle (Saale)–Berlin am Tagesrand

    Der morgendliche Sprinter von Darmstadt und Frankfurt (Main) Hbf (7.02 Uhr) via Erfurt und Halle (Saale) nach Berlin (10.55 Uhr) fährt neu auch am Samstag und Sonntag. Ein ICE um 6.13 Uhr ab Frankfurt (Main) Hbf via Leipzig und Lutherstadt Wittenberg nach Berlin Hbf (10.32 Uhr) wird künftig auch Sonntagfrüh angeboten.

    In der Gegenrichtung werden bisherige Sprinter-Taktlücken morgens von Berlin über Halle (Saale) und Erfurt nach Frankfurt (Main) durch dann tägliche Fahrten geschlossen. Der ICE um 7 Uhr ab Berlin Hbf nach Frankfurt (Main) Hbf (an 10.56 Uhr) fährt künftig auch am Samstag und Sonntag, der ICE um 9 Uhr von Berlin Hbf nach Frankfurt (Main) Hbf (an 12.56 Uhr) neu auch Montag bis Freitag.

    Abends wird ab Berlin Hbf (19.26 Uhr) via Leipzig und Erfurt ein zusätzlicher täglicher ICE nach Frankfurt (Main) Hbf (23.48 Uhr) eingesetzt.

    Mehr ICE-Verbindungen am Wochenende umsteigefrei von/nach Rügen ab März 2024

    Ein Sprinter morgens zum Beispiel von Saarbrücken bzw. Frankfurt (Main) (9.02 Uhr) via Erfurt und Halle (Saale) nach Berlin fährt ab März von dort samstags und sonntags um 13.03 Uhr ab Berlin Hbf umsteigefrei weiter über die Uckermark (z. B. an Angermünde 13.53 Uhr), Greifswald und Stralsund (15.52 Uhr) bis nach Rügen (an Ostseebad Binz 17 Uhr). Der Zug in die Gegenrichtung fährt neu am Wochenende umsteigefrei von Binz (10.56 Uhr) und Stralsund (12.07 Uhr) nach Berlin Hbf (an 14.51 Uhr) und via Halle (Saale) bis Frankfurt (Main) (18.56 Uhr). Damit besteht eine schnelle Direktverbindung z. B. Stralsund–Frankfurt (Main) in 6 ¾ Std.

    Der frühe ICE aus Eisenach nach Berlin fährt neu ab Berlin Hbf (9.17 Uhr) auch freitags und samstags umsteigefrei weiter bis Ostseebad Binz (an 13 Uhr) mit Halt z. B. in Angermünde, Züssow, Greifswald und Stralsund.

    Insgesamt fahren zwischen Berlin und Stralsund weiterhin vier Zugpaare (Hin- und Rückfahrten) am Tag zu einheitlicheren Zeiten und häufiger auch von/nach Rügen.

    Eine Direktverbindung z. B. von Köln, Münster und Bremen über Hamburg, Schwerin, Rostock und Stralsund von/nach Rügen wird von IC auf moderne ICE 4 mit 830 Sitzplätzen umgestellt.

    Samstags mit mehr Sitzplätzen schneller ab Chemnitz via Berlin an die Ostsee

    Um in den besonders nachfragestarken Zügen zusätzliche Sitzplatzkapazitäten an die Ostseeküste anbieten zu können, fährt samstags ein IC-Zugpaar morgens ab Chemnitz via Dresden und Berlin von/nach Warnemünde mit zwei Zugteilen (also rund 600 statt 300 Sitzplätzen).

    Bei einem weiteren in Richtung Warnemünde stark nachgefragten Zugpaar wird ein anderer Intercity-2-Zugtyp eingesetzt, der rund 160 Sitzplätze mehr bietet. Diese Züge fahren samstags über die ab Chemnitz 30 Minuten schnellere Strecke via Riesa und Döbeln statt über Dresden. Damit entfallen die Halte in Freiberg (Sachsen), Dresden, Elsterwerda, Doberlug-Kirchhain und Flughafen BER.

    Zusätzliche ICE-Züge Berlin–Kassel

    Montag bis Samstag fährt künftig ein zusätzlicher ICE noch abends von Berlin (20.29 Uhr, bis Ende Februar baubedingt 19.56 Uhr) nach Kassel Wilhelmshöhe (23.12/23.14 Uhr). Damit wird Kassel künftig auch eine Stunde später als bislang aus Berlin noch komfortabel erreicht. In der Gegenrichtung startet ein ICE unter der Woche von Kassel-Wilhelmshöhe (7.47 Uhr bzw. bis Ende Februar baubedingt 7.15 Uhr) z.B. über Göttingen, Wolfsburg und Stendal nach Berlin (10.32 Uhr).

    Hamburg–Berlin: vorübergehend im Fahrplan 2024 ein ICE-Zugpaar weniger

    Morgens entfällt ein ICE um 5.52 Uhr ab Hamburg nach Berlin (an 7.55 Uhr) sowie um 20.05 Uhr ab Berlin nach Hamburg (21.55 Uhr). Es bestehen aber schnelle ICE-Fahrten sowohl eine halbe Stunde früher als auch später. Ab 17. August 2024 sind baubedingt weitere temporäre Einschränkungen nötig.

    Nachtzug von Berlin nach Brüssel und Paris sowie weitere Nachtverbindungen

    Ein neuer Nachtzug mit Schlaf-, Liege- und Sitzwagen fährt um 20.18 Uhr ab Berlin Hbf in Kooperation mit den Partnerbahnen ÖBB, DB, SNCF und SNCB z. B. nach Köln (6.58 Uhr), Aachen und Brüssel (9.56 Uhr) sowie nach Straßburg (5.44 Uhr) und Paris (10.24 Uhr). Der Zug aus Brüssel und Paris (19.12 Uhr) erreicht um 8.26 Uhr Berlin. Diese Verbindungen werden anfangs dreimal die Woche fahren. Teilweise gelten baustellenbedingt vorübergehend andere Zeiten.

    Der Nachtzug Berlin–Wien–Graz fährt neu via Dresden und Prag statt via Frankfurt/Oder und Polen. Anstelle der bisher mit diesem Nachtzug zusammen angebotenen Sitzwagen-Verbindungen fährt künftig am Tagesrand zusätzlich ein eigenständiges Eurocity-Zugpaar Berlin–Breslau–Krakau. Die Abfahrt ist um
    16.52 Uhr in Berlin Hbf um 17.49 Uhr in Frankfurt/Oder nach Polen, die Ankunft aus Krakau/Breslau um 10.09 Uhr in Frankfurt/Oder, um 11.06 Uhr in Berlin Hbf.

    Ein nächtlicher IC kann wieder umsteigefrei z. B. von Rostock (20.21 Uhr) und Berlin (22.28 Uhr) nach Naumburg (an 1.41 Uhr), Jena, Nürnberg (5.02 Uhr), Regensburg, Passau (8.22 Uhr) und Wien (10.47 Uhr) fahren. Im Fahrplan 2023 musste diese Verbindung temporär in Leipzig unterbrochen werden.

    Bauen bei der DB 2024

    Die Sanierung des Schienennetzes geht auch 2024 unvermindert weiter, um für das weitere Verkehrswachstum besser gerüstet zu sein. So beginnt am 15. Juli mit der Generalsanierung der Riedbahn zwischen Frankfurt (Main) und Mannheim das Pilotprojekt der DB auf dem Weg zum Hochleistungsnetz. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember erneuert die DB die komplette Infrastruktur auf dieser hochbelasteten Strecke, inklusive der Bahnhöfe – mit positiven Effekten für den Zugverkehr in ganz Deutschland. Aufgrund dieser und weiterer Baustellen wird die DB das Angebot auf einigen Verbindungen zeitweise anpassen. Umleitungen und Fahrplanänderungen sind bereits in den Fahrplan eingearbeitet oder werden anlassbezogen bekannt gegeben. Über alle großen Baumaßnahmen, die kommendes Jahr anstehen, wird die DB in den Regionen rechtzeitig informieren.