Entwicklung der täglichen Verkehrsstärke während der Corona-Pandemie

Seit dem ersten Lockdown 2020 hat die Verkehrsinformationszentrale Berlin die Entwicklung der Verkehrsstärke an ausgewählten Messstellen im Hauptverkehrsstraßennetz ausgewertet, um die Auswirkungen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus auf die Mobilität zu verfolgen.

Stand: 02.12.2021

Veränderungen im Kfz-Verkehr seit Beginn der Corona-Pandemie

Fortschreibung des Monitorings der Verkehrsstärken an ausgewählten Messstellen.

Aus technischen Gründen können die Daten aus Januar und Februar 2021 derzeit nicht einbezogen werden.

Das Gesamtverkehrsaufkommen in der Leipziger Straße erreichte im Frühjahr und Sommer 2021 wieder ein vergleichbares Niveau zum Herbst 2020 von ca. 80% des durchschnittlichen werktäglichen Verkehrs (DTV_w) aus 2019. Ab Ende August ist dann ein leichter Anstieg auf ca. 90% des DTV_w von 2019 zu beobachten.

In der Frankfurter Allee war bereits im Mai/Juni 2020 wieder annähernd das Niveau der Verkehrsstärke von 2019 (ca. 90-95%) erreicht worden. Ende Juli 2020 ist dann ein starker Rückgang zu erkennen, in etwa zeitgleich mit der Einführung der Pop-Up-Bikelane, insgesamt zeigt die Verkehrsstärke im Herbst 2020 größere Schwankungen. Im Frühjahr 2021 hat die Verkehrsstärke wieder fast 90% des Niveaus von 2019 erreicht, mit zunehmender Tendenz, bis zu einem neuen Einbruch Ende Juni. Dieser dürfte auf die Einrichtung einer Baustelle mit Fahrstreifenreduzierung in Fahrtrichtung stadtauswärts zurückzuführen sein.

An der Messstelle Bornholmer/Wisbyer Straße wurde der Rückgang der Verkehrsstärke bereits im Sommer 2020 nahezu kompensiert und im Herbst 2020 wieder das Niveau von 2019 erreicht. Nach erneutem Rückgang im Winter 2020 erreichte der Verkehr im Frühjahr 2021 wieder knapp 100% des durchschnittlichen werktäglichen Verkehrs 2019 und hat im September und Oktober noch mal leicht zugenommen.